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Harald Pons
Harald Pons

Wer abseits vom Mainstream bereit ist, sich auf
nachdenkliche, traurige, lustige, und teilweise zynische Texte einzulassen,
die nie platt klingen, ist bei Harald Pons richtig. Und wer auf Musik steht,
die den Spagat zwischen Rock, Ballade und Chanson wagt, und der abseits der
musikalischen Normbesetzung gerne Akkordeon, Geige oder Banjo heraushört, ist
ebenfalls der richtige Zuhörer bei Harald Pons.
„Am Anfang gibt es immer einen Text oder ein Gedicht, die Musik kommt später“,
so beschreibt Harald Pons seine Schaffensweise. Er bleibt dabei meist
nachdenklich, manchmal auch witzig, stets aber tiefgründig. Die vielen Jahre
Pause nach seinem letzten musikalischen Lebenszeichen sind für Harald Pons
keine verlorenen Jahre. Denn im Alter von
20 oder 30 Jahren wären diese Texte, die soviel Ausdruck und Lebenserfahrung
vermitteln, nie entstanden. Textliche und musikalische Einflüsse kommen von
Reinhard Mey, Achim Reichel, Heinz-Rudolf Kunze, Rich Schwab, Ludwig Hirsch
oder Schandmaul. Das musikalische Spektrum um die Lyrics ist bei dem
Longplayer dann auch sehr vielfältig. Federführend bei der musikalischen
Umsetzung ist der Komponist, Arrangeur und Multi-Instrumentalist Oliver Kraus,
der eher in Jazzkreisen bekannt und geschätzt ist. Gastmusiker wie Jelena
Jurayeva (Piano), Julia Busch (Geige), Wolfgang Ritter (Kontrabass, Ex-Paddy
goes to Holyhead) und die Sängerinnen Juliane Langenhahn und Ulli Schaub
sorgen ebenfalls für musikalischen Ausdruck. Der Titel „Zurück zum Meer“ ist
sicherlich einer der kommerzielleren Songs auf dem Album. Die Sehnsucht zum
Meer und zu seiner Liebe vermittelt Harald Pons mit einer wunderschönen
Leichtigkeit, die einem auf der Rückfahrt aus dem Urlaub die richtige
musikalische Begleitung sein kann. Die Reaktionen seiner Fans auf Myspace sind
dann auch sehr überschwänglich, was diesen Titel angeht. Der Titel „Zurück zum
Meer“ ist sicherlich einer der kommerzielleren Songs auf dem Album. Die
Sehnsucht zum Meer und zu seiner Liebe vermittelt Harald Pons mit einer
wunderschönen Leichtigkeit, die einem auf der Rückfahrt aus dem Urlaub die
richtige musikalische Begleitung sein kann. Die Reaktionen seiner Fans auf
Myspace sind dann auch sehr überschwänglich, was diesen Titel angeht. Auf die
Frage, warum die meisten Texte doch eher nachdenklich und mit einer traurigen
Note versehen sind, kommt eine verblüffende Antwort: „Weil mir nur dann Texte
einfallen, wenn ich unglücklich bin. Und da das so 50-zig Mal im Jahr ist,
kommen dann ebenso viele nachdenkliche Texte heraus.“
Die Texte enthalten keine Lebenshilfen, sondern beschreiben Gefühle,
Stimmungen und Situationen, die jedem mehr oder weniger bekannt sind. So
findet sich der Zuhörer wieder und verstanden. Auch wenn manche Texte
(„ausnahmsweise war ich mal richtig lustig drauf“) den Zyniker zeigen und
vordergründig lustig sind, ist zumindest beim zweiten Zuhören und Lesen der
Texte doch das ein oder andere Wortspiel auffällig, was dem Zuhörer das Lachen
im Halse stecken lässt. Einfach ist anders, kommentiert Harald Pons seine
Texte. Wer mit Mitte vierzig noch ein Mal anfängt, einen „Seelenstriptease“ zu
machen, der macht keine Kompromisse und ist bereit anzuecken.
Beim Stöbern alter Fotoalben entdeckt Harald Pons sich dreijährig in einem
Schaukelpferd sitzend und wird sentimental. Er lässt seine Gedanken
zurückfliegen und träumt von den Nächten, in denen man als Kind unter der
Bettdecke nachts heimlich gelesen oder Radio gehört hat. („Mein
Schaukelpferd“). Wer derartige Gedanken als Midlifekrise abtut, greift
schlicht zu kurz und befindet sich eigentlich selbst in einer Krise. Älter
werden gehört dazu. Und gerade deshalb zeigen sich die erwachsenen Zuhörer von
der Musik und den Texten so angetan.

Viele Jahre Pfadfinder und nächtelanges Singen
am Lagerfeuer haben nicht nur die Stimme gestärkt, sondern formen dies
spezielle Mischung aus Sentimentalität, Sensibilität und Sehnsucht. So
verweist Harald Pons auch stets auf seine Wurzel aus der Bündischen Jugend auf
die Lieder, die dort gesungen werden. Harald Pons ist aber bei der
Lagerfeuerromantik nicht stehen geblieben, sondern hat sein Musik
weiterentwickelt. Heute passt er in keine Schublade, er bekäme sonst die
sprichwörtliche Platzangst. Die Wurzeln seiner Musik sind eindeutig zu hören.
Aber jeder Baum und damit jedes Lied blüht anders, so dass ein bunter
Mischwald entsteht, der wesentlich gesünder und widerstandfähiger ist, als so
manche von Produzentenhand geformte Fichten-schonung. Die Ecken und Kanten des
Interpreten werden also bleiben. Mut zum Nonkonformismus ist heute fast eine
Seltenheit.
Quelle: haraldpons.de
(NT-Red.: Harald Pons ist ein Liedermacher
der besonderen Art. Ehrliche, offene, sympathische Texte seiner Songs laden
einfach zum zuhören ein. Deutlich spürt man die Einflüsse von Reinhard Mey und
Heinz-Rudolf Kunze. Die poppige Art des Titels "Zurück zum Meer" hat uns
besonders beeindruckt.)
Die Hörproben
"Zurück zum Meer"
(01:01)
"Rahasa" (01:10)
"Im nächsten Leben"
(01:10)
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